Sonntag, 20. Dezember 2015

Northland und Cape Reinga

Hallo wieder einmal!

Da ich gerade wieder in Auckland bin hab ich mir gedacht ich berichte mal von meinem Abstecher in den Norden.

Ich bin wie geplant am 10.12. Richtung Whangarai gefahren und habe dort in der Nähe auf einem sehr abgelegenem, wunderschönen Campingplatz am Meer meine erste Nacht verbracht. (hier drei Fotos von meinem ersten Campingplatz)





Am nächsten Tag bin ich weiter Richtung Norden gefahren, ohne ein wirkliches Ziel vor Augen zu haben. Der Highway Richtung Norden wird hier immer mehr zum Kurvenparadis – ziemlich lustig zum Fahren. Ich hab mir auf meinem Weg ein paar Kleinigkeiten angeschaut, habe aber relativ bald festgestellt, dass mich das nicht so ganz erfüllt. Dieses ziellose im-Auto-sitzen. Da wird man faul und müde und eigentlich sieht man ja doch nicht viel mehr als die Straße.
Also habe mir noch einmal einen Campingplatz gesucht, habe dort eine Nacht verbracht und am nächsten Tag spontan beschlossen zum Anfangspunkt meiner Wanderung die ich machen wollte zu fahren. 
das Innenleben meinse Autos bei Nacht


Wie schon erwähnt geht die um das Nordkap herum und da hab ich dann natürlich jemanden finden müssen, der mich zum Startpunkt führt und vom Endpunkt wieder abholt. Ich hab in einer Touri-Info die Telefonnummer eines sehr netten pensioniertem Neuseeländer bekommen bei dem ich mein Auto parken konnte und der mich zum östlichen Ende von Spirits Bay geführt hat. Dort war ein abgeschiedener Campingplatz auf dem ich eine Nacht verbracht habe um dann in aller Früh los zu starten.


meine äußerst freundliche deutsche Gesellschaft am Cmapingplatz

und hier der Strand vor dem Campingplatz



Die ersten zwei Stunden waren ein bisschen mühsam, da man nur den Strand entlang geht und im Sand gehen ist nun mal recht mühsam. Außerdem hat man das Gefühl, dass man überhaupt nicht weiterkommt. Nachdem ich diesen Teil überstanden hatte wurde es jedoch immer besser. Die Landschaft ist der Wahnsinn! Man geht über Hügel von Bucht zu Bucht und eine ist schöner als die andere. Hinzu kommt noch, dass ich während meiner ganzen Tour keinen einzigen anderen Menschen getroffen habe (außer auf den Campingplätzen, da man da [teilweise] mit dem Auto hinkommt).

Drei Tage lang bin ich insgesamt diesen Trail entlang marschiert. Einen kurzen Stopp am Kapp hab ich am zweiten Tag eingelegt und dann ging es auf der Westseite wieder hinunter. An diesem Tag hab ich es leider auch geschafft eine meiner Wasserflaschen zu verlieren und so bin ich in der Mittagshitze inmitten der Sanddünen drauf gekommen, dass ich eigentlich kein Wasser mehr habe. Das war ziemlich uncool und so konnte ich leider die restliche Tour nicht ganz so sehr genießen da in meinem Hinterkopf lauter Verdurstungsszenarien abgespielt wurden. An sich ist die Tour jedoch ziemlich genial. Man geht zuerst einen langen Strand entlang und dann ist man auf einmal mitten in der Wüste. Fünf Minuten Später ist auf einmal wieder alles voll mit Bäumen und dann wieder fünf Minuten Später alles nur nacktes Vulkangestein.
Ich bin dann zum Glück nicht verdurstet sondern gegen Mittag dehydriert an meinem Schlafplatz angekommen und der dort platzierte Regenwassertank war zum Glück gut gefüllt.

Ein paar Stunden nach meinem Eintreffen sind dann noch ein Australier und ein Aucklander vorbeigekommen mit denen ich einen sehr netten Abend gehabt habe. Mit dem Australier bin ich dann am nächsten Tag noch meine letzte Etappe gegangen. Diese war sehr kurz und recht unspektakulär.

Am Anfang vom ninety mile beach hat dann mein Chauffeur mit seinem Truck gewartet und mich wieder zu meinem Auto geführt.

Alles in allem war es eine geniale Tour! Ziemlich anstrengen aber wunderschön! Sehet selbst:






 Campingplatz in Tapotupotu Bay (2.Nacht)


Cape Reinga


 Twilight Beach (3. Nacht)






Da ich gerade in der Gegend war hab ich beschlossen noch einen Abstecher zu den nahegelegenen Sanddünen zu machen um mir dort ein Sand-Surf-Brett aus zu borgen und damit die Dünen hinab zu rutschen. Das war ziemlich lustig aber leider habe ich mir dabei einen kleinen Sonnenstich eingefangen und so war es eher ein kurzer Ausflug.
Ich habe mir dann einen schönen Platz zum Schlafen gesucht und ein bisschen was gegessen hab dann aber auch wieder spontan entschlossen, dass ich eigentlich lieber nach Auckland fahren würde. So hab ich meine Sachen gepackt und bin die fünf Stunden nach Auckland geflitzt!

Jaja so ist das. Jetzt sitz ich gerade wieder in Auckland und plane meine Weiterfahrt. Es wird vermutlich so um den 24. Herum losgehen. Zuerst nach Hamilton wo ich ein zwei coole Tagestouren in der Umgebung geplant habe und dann weiter nach Taupo und Rotorua. Auf jeden Fall wird es sicher von dort wieder einmal ein Update von mir geben.

Bis denne!

Jakob

Dienstag, 8. Dezember 2015

Auckland Ade

Halli Hallo Liebe Menschen!

Nach kurzer, durch Krankheit bedingter, Zwangspause werde ich morgen (10.12.15) endlich in mein Auto steigen und Richtung Norden fahren.
Wie ich ja im letzten Eintrag mitgeteilt habe, habe ich mir ein Auto gekauft. Die letzten Tage habe ich damit verbracht das Ding wohnlich zu machen:

  • Ich habe in den Kofferraum zwei kleine Kasteln reingebaut damit ich mehr Zeug unterbringen kann
  • Vorhänge hab ich genäht
  • Eine Matratze hab ich mir besorgt
  • Und ein kleines Special Feature auf das ich noch zurückkommen werde
Ich hab leider erst ein paar Tage nach dem Kauf bemerkt, dass die Sitze ziemlich derb nach Hund gestunken haben. Das war dann ein bisschen eine Tortur, aber nach 2 Dosen Hardcore Anti Geruchsschaumzeug ist der Geruch eigentlich ziemlich gut rausgegangen,
Eine weitere Herausforderung war all meine Pläne für das Auto zu verwirklichen (Stauraum-Bxen, Vorhänge, etc.) ohne das Innere des Autos auf Dauer zu verändern. Sprich ich will in der Lage sein alles wieder in seinen Ursprungszustand zu bringen wenn ich das Ding wieder verkaufe.
Mit viel Pfuscherei und Herumärgerei habe ich dann aber eigentlich ein recht gutes Resultat erzielen können. Hier einmal ein paar Impressionen:


eine der zwei seitlich Boxen

einer der sechs Vorhänge

Ein kleines extra Special hab ich ja noch versprochen: Ich war beim lokalen Baumax und da haben sie gerade Abverkauf von Weihnachtsbeleuchtung. Da hab ich also nicht widerstehen können mir eine Lichterkette mit einem Solarmodul zu kaufen. Grundsätzlich ist dass für den Garten gedacht. Über Tag ladet die Sonne die Batterien auf und wenn es dunkel wird schaltet sich die Kette automatisch ein. Ganz ideal war das nicht für mich aber ich hab mir gedacht mit ein paar kleinen Modifikationen wär das eine ziemlihc lustige, und auch praktische Innenbeleuchtung (da ich dann keine Angst haben muss, dass ich die Autu Batterie ausschöpf und nicht mehr starten kann).

Gesagt getan:Ich hab also kurzerhand das Solarmodul unter der Windschutzscheibe plaziert und begonnen ein langes Kabel durch die Seiten und Bodenverkleidung des Autos in den Kofferraum zu legen. Dort angekommen verbindet sich das Kabel dann wieder mit der Lichterkette die ich an der Decke montiert habe. Zwei kleine Schalter hab ich auch noch einbauen müssen: Einen um die Ladefunktion (also das Solarmodul) ein und ausschalten zu können. Und einen um die Lichterkette ein und ausschalten zu können.


hier sieht man das Solarmodul

der rot-umkreiste Schalter für das Solarmodul
 hier kommen die Kabel im Kofferraum aus der Seitenverkleidung
außerdem wieder ein rot-umkreister Schalter, diesmal um die Lichterkette ein bzw aus zu schalten

und hier besagte Lichterkette

und Lichterkette und Vorhang



Nachdem ich nun all mein Camping Zeug und Gewand ins Auto gepackt habe wollte ich heute (Mittwoch) noch einmal Josh treffen, denn er hat mich zu einer kurzen Segeltour mit seiner Familie eingeladen. Leider hat jetzt mein Auto beschlossen es will nicht mehr starten und so warte ich gerade darauf, dass der liebe Mechaniker vorbei kommt und mir hoffentlich sagt, dass er es richten kann. Ungünstiges Timing halt, da ich morgen in aller früh eigentlich in den Norden fahren wollte. Außerdem habe ich jetzt die Segeltour verpasst!
edit: 220€ ärmer und 3 Stunden später läuft nun zum Glück alles wieder

Da ich ja nun doch morgen starten kann hier kurzer Überblick meines Plans:
Ich werd in der früh nach Whangarai fahren, das ist eine kleine Stadt ca. zwei Stunden nördlich von Auckland. Dort werde ich dann den Tag verbringen und abends dann noch eine Stunde in den Norden zu meinem Campingplatz fahren. Von dort aus werde ich dann in einer noch undefinierten Zeitspanne weiter in den Norden Richtung Cape Reinga (das ist der nördlichste Punkt von Neuseeland) fahren. Dort hab ich mir einen ziemlich coolen Trail rausgesucht der an der Küste entlang um Cape Reinga herum führt. Den werd ich gehen und dann werd ich gemächlich wieder nach Auckland tuckern. Bis zum 19.12. muss ich wieder hier sein weil ich ein bisschen aufs Haus schauen muss und Katzen füttern und so. Dann bin ich voraussichtlich bis zum 23.12 in Auckland und dann Reise ich weiter in den Süden
hier ein Überblick meiner Wanderroute



Achja, außerdem ist mir inzwischen die Festplatte von meinem Laptop eingegangen und da waren alle meine Neuseeland Fotos drauf. Ich hab mir dann eine günstige neue gekauft, damit ich den Laptop weiter verwenden kann und konnte die Fotos zum Glück noch von der demolierten Festplatte herunterklauen.
Und wenn wir schon dabei sind: Mein Handy Bildschirm hat, nachdem er den Boden geküsst hat, jetzt auch ein super Spinnennetz Muster. Spiderman App deluxe!



Soweit von mir!
Auf bald!
Jakob