Dienstag, 5. Januar 2016

Taupo

Nachdem ich am 29. Dezember in der früh erst noch einmal gut schwimmen gegangen bin ging es weiter nach Taupo. Das ist nicht weit weg von Rotorua und so war ich schon am frühen Nachmittag dort. Ich hab auf Reids Farm geschlafen, ein gratis Campingplatz an einem Fluss mit irrsinnig viel anderen Leuten.
Am nächsten Tag war ich kurz in Taupo und bin dann wieder zurück zum Campingplatz und hab gleich eine riesen Gruppe sehr netter Deutscher kennen gelernt mit der ich dann schlussendlich auf Silvester gefeiert habe. Zu diesem Anlass sind wir alle in die Stadt und haben uns das Feuerwerk (das verglichen mi Bolsena läppisch war) angeschaut.
Alles in Allem war ich ziemlich faul in Taupo. Ich hab kaum etwas gesehen (außer die Huka Falls zu denen ich einmal mit einem Estländer spaziert bin) und war eigentlich nur schwimmen und Sonnenbaden. Aber war auch mal wieder bitter nötig ;) UNd dank der äußerst netten Gesellschaft waren die Tage ein ziemlichen Highlight!

 Huka Falls
 unsere Campingrunde


Am nächsten Tag trennten sich dann die Wege all der Menschen die ich kennen gelernt habe schon wieder. Nur drei KumpannInnen blieben mir erhalten.

Rotorua

Rotorua ist die schwefeligste Schwefel Stadt schlechthin. Es sinkt einfach immer nach dem Zeug weil alles rundherum Vulkan Gebiet ist und es extrem viele heiße Quellen in Geysire gibt. Ich hab dort einen recht schönen billigen Campingplatz (eigentlich ein öffentliches Strandbad an einem See aber man kann Nachts dort für $10 in seinem Auto schlafen) entdeckt auf dem ich zwei Nächte verbracht habe. Ein bisschen die Umgebung habe ich erkundet und einmal hab ich mir für einen halben Tag ein Mountainbike gemietet und bin in einem Bike-Park die Hügel und Tracks rauf und runter geflitzt. Das war extrem cool und muss auf jeden Fall bei Gelegenheit wiederholt werden!
 meine Schlaflocation
 ein bisschen ein Schwefelbad
 Und der kleine Jakob beim Mountainbiken

Hamilton & Tauranga/Mount Maunganau & der Busch

Am 23. Dezember (ja richtig, mein Geburtstag) bin ich wieder aus Auckland gestartet. Ich bin runter nach Hamilton (ca zwei Stunden mit dem Auto). Dort hab ich bei einem sehr netten altem Ehepaar auf einem riesigen Grundstück als Couchsurfer geschlafen.
 der Ausblick von meiner Schlaflocation

Da ich ja meinen Geburtstag in Neuseealnd gar nicht gefeiert habe, habe ich über das Internet FreundInnen und Verwandte und Bekannte aufgerufen doch ein bisschen für mich zu feiern und davon ein Foto oder ein Video zu schicken. Mein lieber Bruder und seine Verlobte (Malex) haben sich da was ganz besonderes einfallen lassen, was mir den Tag extrem versüßt hat. Hier noch einemal für alle die es noch nicht kennen:


Am nächsten Tag (dem 24.) Bin ich dann eben nach Hamilton gefahren doch hab ich dort eigentlich nur 30 Minuten verbracht; ziemlich fade Stadt. Ich hab dann einen kurzen Abstecher in den Waitomo Caves gemacht die voll von Glowworms sind (hab da leider keine Fotos von weil fotografieren verboten war deshalb hier Bilder aus dem Internet). Danach bin ich, noch am selben Tag, an die Ostküste nach Tauranga gedüst. Tauranga an sich ist auch nicht sehr spektakulär; dafür aber Mount Maunganui! Das ist eine kleine Küstenstadt die eben um besagten Berg herum liegt. Da dort leider alles mit "No Overnight Parking" Schildern zugepflastert ist habe ich letzten Endes ein bisschen außerhalb eine sehr nette alte Dame gefragt ob ich die Nacht vor ihrem Haus schlafen darf. Die war begeistert und hat mich gleich zu Kaffee und Kuchen hineingebeten.

Am 25, habe ich mich dann zum Anfang einer zwei-tägigen Wanderung begeben und bin selbige gestartet. Der Trail geht entlang von aufgelassenen Zugstrecken durch den Neuseeländischen Busch. Es war zwar ziemlich cool die komplett zerfallenen Brücken zu sehen, und außerdem einmal so wirklich im Neuseeländischen Busch zu sein aber da der Weg nicht sehr oft begangen wird war er zwar gut beschildert aber extrem verwachsen. Nach 7 Stunden bin ich dann sehr erschöpft und äußerst schlammig in einer kleinen Hütte angekommen in der ich die Nacht verbracht habe. AM nächsten Tag ging es einfach nochmal Stunden weiter, wieder zurück zum Auto. Alles in Allem war es zwar ziemlich cool und interessant aber länger als zwei Tage will ich mich eigentlich auch nicht durch den Dschungel kämpfen!





Nach den Strapazen habe ich den restlichen Tag bei herrlichem Wetter am Strand verbracht:


Außerdem war ich dann noch kurz am Mount Maunganui und habe die Aussicht genossen




Sonntag, 20. Dezember 2015

Northland und Cape Reinga

Hallo wieder einmal!

Da ich gerade wieder in Auckland bin hab ich mir gedacht ich berichte mal von meinem Abstecher in den Norden.

Ich bin wie geplant am 10.12. Richtung Whangarai gefahren und habe dort in der Nähe auf einem sehr abgelegenem, wunderschönen Campingplatz am Meer meine erste Nacht verbracht. (hier drei Fotos von meinem ersten Campingplatz)





Am nächsten Tag bin ich weiter Richtung Norden gefahren, ohne ein wirkliches Ziel vor Augen zu haben. Der Highway Richtung Norden wird hier immer mehr zum Kurvenparadis – ziemlich lustig zum Fahren. Ich hab mir auf meinem Weg ein paar Kleinigkeiten angeschaut, habe aber relativ bald festgestellt, dass mich das nicht so ganz erfüllt. Dieses ziellose im-Auto-sitzen. Da wird man faul und müde und eigentlich sieht man ja doch nicht viel mehr als die Straße.
Also habe mir noch einmal einen Campingplatz gesucht, habe dort eine Nacht verbracht und am nächsten Tag spontan beschlossen zum Anfangspunkt meiner Wanderung die ich machen wollte zu fahren. 
das Innenleben meinse Autos bei Nacht


Wie schon erwähnt geht die um das Nordkap herum und da hab ich dann natürlich jemanden finden müssen, der mich zum Startpunkt führt und vom Endpunkt wieder abholt. Ich hab in einer Touri-Info die Telefonnummer eines sehr netten pensioniertem Neuseeländer bekommen bei dem ich mein Auto parken konnte und der mich zum östlichen Ende von Spirits Bay geführt hat. Dort war ein abgeschiedener Campingplatz auf dem ich eine Nacht verbracht habe um dann in aller Früh los zu starten.


meine äußerst freundliche deutsche Gesellschaft am Cmapingplatz

und hier der Strand vor dem Campingplatz



Die ersten zwei Stunden waren ein bisschen mühsam, da man nur den Strand entlang geht und im Sand gehen ist nun mal recht mühsam. Außerdem hat man das Gefühl, dass man überhaupt nicht weiterkommt. Nachdem ich diesen Teil überstanden hatte wurde es jedoch immer besser. Die Landschaft ist der Wahnsinn! Man geht über Hügel von Bucht zu Bucht und eine ist schöner als die andere. Hinzu kommt noch, dass ich während meiner ganzen Tour keinen einzigen anderen Menschen getroffen habe (außer auf den Campingplätzen, da man da [teilweise] mit dem Auto hinkommt).

Drei Tage lang bin ich insgesamt diesen Trail entlang marschiert. Einen kurzen Stopp am Kapp hab ich am zweiten Tag eingelegt und dann ging es auf der Westseite wieder hinunter. An diesem Tag hab ich es leider auch geschafft eine meiner Wasserflaschen zu verlieren und so bin ich in der Mittagshitze inmitten der Sanddünen drauf gekommen, dass ich eigentlich kein Wasser mehr habe. Das war ziemlich uncool und so konnte ich leider die restliche Tour nicht ganz so sehr genießen da in meinem Hinterkopf lauter Verdurstungsszenarien abgespielt wurden. An sich ist die Tour jedoch ziemlich genial. Man geht zuerst einen langen Strand entlang und dann ist man auf einmal mitten in der Wüste. Fünf Minuten Später ist auf einmal wieder alles voll mit Bäumen und dann wieder fünf Minuten Später alles nur nacktes Vulkangestein.
Ich bin dann zum Glück nicht verdurstet sondern gegen Mittag dehydriert an meinem Schlafplatz angekommen und der dort platzierte Regenwassertank war zum Glück gut gefüllt.

Ein paar Stunden nach meinem Eintreffen sind dann noch ein Australier und ein Aucklander vorbeigekommen mit denen ich einen sehr netten Abend gehabt habe. Mit dem Australier bin ich dann am nächsten Tag noch meine letzte Etappe gegangen. Diese war sehr kurz und recht unspektakulär.

Am Anfang vom ninety mile beach hat dann mein Chauffeur mit seinem Truck gewartet und mich wieder zu meinem Auto geführt.

Alles in allem war es eine geniale Tour! Ziemlich anstrengen aber wunderschön! Sehet selbst:






 Campingplatz in Tapotupotu Bay (2.Nacht)


Cape Reinga


 Twilight Beach (3. Nacht)






Da ich gerade in der Gegend war hab ich beschlossen noch einen Abstecher zu den nahegelegenen Sanddünen zu machen um mir dort ein Sand-Surf-Brett aus zu borgen und damit die Dünen hinab zu rutschen. Das war ziemlich lustig aber leider habe ich mir dabei einen kleinen Sonnenstich eingefangen und so war es eher ein kurzer Ausflug.
Ich habe mir dann einen schönen Platz zum Schlafen gesucht und ein bisschen was gegessen hab dann aber auch wieder spontan entschlossen, dass ich eigentlich lieber nach Auckland fahren würde. So hab ich meine Sachen gepackt und bin die fünf Stunden nach Auckland geflitzt!

Jaja so ist das. Jetzt sitz ich gerade wieder in Auckland und plane meine Weiterfahrt. Es wird vermutlich so um den 24. Herum losgehen. Zuerst nach Hamilton wo ich ein zwei coole Tagestouren in der Umgebung geplant habe und dann weiter nach Taupo und Rotorua. Auf jeden Fall wird es sicher von dort wieder einmal ein Update von mir geben.

Bis denne!

Jakob

Dienstag, 8. Dezember 2015

Auckland Ade

Halli Hallo Liebe Menschen!

Nach kurzer, durch Krankheit bedingter, Zwangspause werde ich morgen (10.12.15) endlich in mein Auto steigen und Richtung Norden fahren.
Wie ich ja im letzten Eintrag mitgeteilt habe, habe ich mir ein Auto gekauft. Die letzten Tage habe ich damit verbracht das Ding wohnlich zu machen:

  • Ich habe in den Kofferraum zwei kleine Kasteln reingebaut damit ich mehr Zeug unterbringen kann
  • Vorhänge hab ich genäht
  • Eine Matratze hab ich mir besorgt
  • Und ein kleines Special Feature auf das ich noch zurückkommen werde
Ich hab leider erst ein paar Tage nach dem Kauf bemerkt, dass die Sitze ziemlich derb nach Hund gestunken haben. Das war dann ein bisschen eine Tortur, aber nach 2 Dosen Hardcore Anti Geruchsschaumzeug ist der Geruch eigentlich ziemlich gut rausgegangen,
Eine weitere Herausforderung war all meine Pläne für das Auto zu verwirklichen (Stauraum-Bxen, Vorhänge, etc.) ohne das Innere des Autos auf Dauer zu verändern. Sprich ich will in der Lage sein alles wieder in seinen Ursprungszustand zu bringen wenn ich das Ding wieder verkaufe.
Mit viel Pfuscherei und Herumärgerei habe ich dann aber eigentlich ein recht gutes Resultat erzielen können. Hier einmal ein paar Impressionen:


eine der zwei seitlich Boxen

einer der sechs Vorhänge

Ein kleines extra Special hab ich ja noch versprochen: Ich war beim lokalen Baumax und da haben sie gerade Abverkauf von Weihnachtsbeleuchtung. Da hab ich also nicht widerstehen können mir eine Lichterkette mit einem Solarmodul zu kaufen. Grundsätzlich ist dass für den Garten gedacht. Über Tag ladet die Sonne die Batterien auf und wenn es dunkel wird schaltet sich die Kette automatisch ein. Ganz ideal war das nicht für mich aber ich hab mir gedacht mit ein paar kleinen Modifikationen wär das eine ziemlihc lustige, und auch praktische Innenbeleuchtung (da ich dann keine Angst haben muss, dass ich die Autu Batterie ausschöpf und nicht mehr starten kann).

Gesagt getan:Ich hab also kurzerhand das Solarmodul unter der Windschutzscheibe plaziert und begonnen ein langes Kabel durch die Seiten und Bodenverkleidung des Autos in den Kofferraum zu legen. Dort angekommen verbindet sich das Kabel dann wieder mit der Lichterkette die ich an der Decke montiert habe. Zwei kleine Schalter hab ich auch noch einbauen müssen: Einen um die Ladefunktion (also das Solarmodul) ein und ausschalten zu können. Und einen um die Lichterkette ein und ausschalten zu können.


hier sieht man das Solarmodul

der rot-umkreiste Schalter für das Solarmodul
 hier kommen die Kabel im Kofferraum aus der Seitenverkleidung
außerdem wieder ein rot-umkreister Schalter, diesmal um die Lichterkette ein bzw aus zu schalten

und hier besagte Lichterkette

und Lichterkette und Vorhang



Nachdem ich nun all mein Camping Zeug und Gewand ins Auto gepackt habe wollte ich heute (Mittwoch) noch einmal Josh treffen, denn er hat mich zu einer kurzen Segeltour mit seiner Familie eingeladen. Leider hat jetzt mein Auto beschlossen es will nicht mehr starten und so warte ich gerade darauf, dass der liebe Mechaniker vorbei kommt und mir hoffentlich sagt, dass er es richten kann. Ungünstiges Timing halt, da ich morgen in aller früh eigentlich in den Norden fahren wollte. Außerdem habe ich jetzt die Segeltour verpasst!
edit: 220€ ärmer und 3 Stunden später läuft nun zum Glück alles wieder

Da ich ja nun doch morgen starten kann hier kurzer Überblick meines Plans:
Ich werd in der früh nach Whangarai fahren, das ist eine kleine Stadt ca. zwei Stunden nördlich von Auckland. Dort werde ich dann den Tag verbringen und abends dann noch eine Stunde in den Norden zu meinem Campingplatz fahren. Von dort aus werde ich dann in einer noch undefinierten Zeitspanne weiter in den Norden Richtung Cape Reinga (das ist der nördlichste Punkt von Neuseeland) fahren. Dort hab ich mir einen ziemlich coolen Trail rausgesucht der an der Küste entlang um Cape Reinga herum führt. Den werd ich gehen und dann werd ich gemächlich wieder nach Auckland tuckern. Bis zum 19.12. muss ich wieder hier sein weil ich ein bisschen aufs Haus schauen muss und Katzen füttern und so. Dann bin ich voraussichtlich bis zum 23.12 in Auckland und dann Reise ich weiter in den Süden
hier ein Überblick meiner Wanderroute



Achja, außerdem ist mir inzwischen die Festplatte von meinem Laptop eingegangen und da waren alle meine Neuseeland Fotos drauf. Ich hab mir dann eine günstige neue gekauft, damit ich den Laptop weiter verwenden kann und konnte die Fotos zum Glück noch von der demolierten Festplatte herunterklauen.
Und wenn wir schon dabei sind: Mein Handy Bildschirm hat, nachdem er den Boden geküsst hat, jetzt auch ein super Spinnennetz Muster. Spiderman App deluxe!



Soweit von mir!
Auf bald!
Jakob